Ehrenamt

Zweite Ehrenamtskonferenz zur Stärkung des Blaulichts

Zweite Ehrenamtskonferenz zur Stärkung des Blaulichts

Mit rund dreißig Gästen hat Wiebke am vergangenen Dienstag verschiedene Möglichkeiten zur Stärkung des Ehrenamtes im Bereich „Blaulicht & Katastrophenschutz“ diskutiert. Bei ihrer zweiten Ehrenamtskonferenz holte sie sich auf dem Podium Verstärkung von Svenja Stadler, Sprecherin für bürgerschaftliches Engagement in der SPD-Bundestagsfraktion, Hans Dieter Mühlenweg, Leiter der Feuerwehr Bielefeld und Karsten Schürmann, Vorstandsmitglied des Arbeitgeberverbandes Bielefeld.

Internationaler Tag des Ehrenamtes

"Unsere Gesellschaft lebt vom ehrenamtlichen Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger. Sie wird dadurch bewegt und zusammengehalten.
Ich selbst habe mich viele Jahre im Sportverein engagiert. Als Mitglied im Beirat der Theater und Konzertfreunde bin ich in der Kultur unterwegs.
Zudem bringe ich mich intensiv im Bündnis gegen Rechts ein.

In Bielefeld sind rund 100.000 Menschen ehrenamtlich aktiv. Ich weiß, was es bedeutet, in der Freizeit Verantwortung zu übernehmen. Einfach so, weil es wichtig ist. Als Politikerin sehe ich meine Aufgabe darin, uns allen das Leben im Ehrenamt leichter zu machen. Als Bundestagsabgeordnete werde ich daher einmal im Jahr zu einer Ehrenamtskonferenz einladen, um Eure Erfahrungen aufzunehmen und nach Berlin zu tragen."

Ehrenamtliche Arbeit klar definieren und stärken

Eines der zentralen Probleme bei der Zukunftssicherung von Vereinen ist die Gewinnung ehrenamtlich Engagierter. Dies gilt auch für den TuS Ost. Insofern war es ein glückliches Zusammentreffen, dass Svenja Stadler, MdB und Sprecherin für Bürgerschaftliches Engagement der SPD-Bundestagsfraktion, den Weg nach Bielefeld und zum TuS Ost gefunden hat, um sich über die Rahmenbedingungen eines Sportvereins vor Ort zu informieren. Begleitet wurde sie dabei von der Bielefelder SPD-Vorsitzenden und Bundestagskandidatin Wiebke Esdar. 

Die beiden Frauen nahmen zunächst an einer Sportstunde mit einer Seniorengymnastikgruppe des TuS Ost teil. Anschließend fand das Gespräch statt, um das Svenja Stadler gebeten hatte. "Ich versuche, in regelmäßigen Abständen mich bei Besuchen bei der sogenannten Basis über die konkreten Arbeitsbedingungen zu informieren", erläuterte sie den Grund für ihren Besuch. "Dabei bin ich auch auf den TuS Ost aufmerksam geworden, der wegen seines besonderen gesellschaftlichen Engagements weit über Bielefeld hinaus Anerkennung genießt."

Dr. Rolf Engels, der Vorstandsvorsitzende des TuS Ost, freute sich über dieses Lob, setzte aber auch einige kritische Akzente: „Was wir unter Ehrenamt verstehen, ist zumindest im Sport durchaus umstritten. Wir brauchen deshalb auch eine gründliche Analyse des sogenannten Ehrenamtes, des Selbstverständnisses des Sports und seiner Organisationsstrukturen und der Schnittstellen, an denen heute Sportvereine arbeiten - Schule, Kirche, andere Vereine, Politik, um nur einige zu nennen. Auch wegen dieser unterschiedlichen Berührungs- und Handlungsfelder wäre mir der Begriff 'bürgerschaftliches Engagement' wesentlich sympathischer als 'Ehrenamt'. Ein solcher Klärungsprozess ist auch deshalb sinnvoll, weil er hilft, gezielt für ein Engagement zu werben.“ Unterstützt wurde er bei dieser Darstellung durch den Geschäftsführer des StadtSportBunds, Karl-Wilhelm Schulze, Mascha Stanzel, Vorstandsmitglied des TuS Ost, und Hendrik Langen, Geschäftsführer des Vereins.

DSC_9220_klein.jpg

Euer ehrenamtliches Engagement stärken

Unsere Gesellschaft lebt von dem ehrenamtlichen Engagement ihrer Bürgerinnen und Bürger. Es ist wichtiger Baustein für gesellschaftlichen Zusammenhalt, oft auch für Gesundheitsförderung, eine erfolgreiche Integration und vieles mehr. Ich habe mich viele Jahre im Sportverein engagiert, aber auch in der Kultur bin ich als Mitglied im Beirat der Theater und Konzertfreunde unterwegs. Darüber hinaus bringe mich im Bündnis gegen Rechts ein.

In unserem Regierungsprogramm steht: 

- Wir werden das Geld zur Förderung ehrenamtlichen Engagements deutlich aufstocken und strukturell absichern. Zusammen mit Ehrenamtlichen wollen wir eine Deutsche Engagementstiftung gründen. 

- Wir werden uns für ein mehrjähriges Förderprogramm für Sportstätten einsetzen 

- Viele bürokratische Anforderungen sind zu hoch. Wir werden die Anregungen von Vereinsmitgliedern aufgreifen und bestehende Regelungen auf den Prüfstand stellen. 

- Kunst und Kultur sind frei. Die SPD steht zu ihrem Anspruch „Kultur für alle“: Wir ermöglichen Kultur unabhängig von Geldbeutel, Schulabschluss, Alter, Geschlecht oder Herkunft.